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Interkulturelle Feier an der FER zur Schulentlassung 2015

Erstmalig fand im Rahmen der Entlassung der 10. Klassen kein ökumenischer Gottesdienst statt, sondern eine interkulturelle Feier in der Thomaskirche, um auch den muslimischen und andersgläubigen Schülern und Schülerinnen gerecht zu werden. Das Motto lautete:“ Wir bauen Brücken“.

Schüler/innen aus einer Philosophiegruppe und der katholischen Religionsgruppe hatten die Feier gemeinsam vorbereitet. Kenath-Paul Martini aus der Klasse 10 hat die Feier am Klavier begleitet.                                                            
Während der Feier bauten die Schüler aus langen farbigen Holzsparren symbolisch eine Brücke kontinuierlich auf. Zwischen den einzelnen Teilen des Brückenbaus wurden universelle Werte, die allen Kulturen und Religionen wichtig sind, vorgestellt und mit Inhalt gefüllt. Die Texte zu den gemeinsamen Werten, wie z.B. Nächstenliebe, Toleranz, Respekt, Verständnis hatten die Schülerinnen und Schüler selbst verfasst. In den Texten wiesen sie darauf hin, dass man aus Fehlern lernen und immer wieder mit Optimismus eine Brücke zueinander bauen sollte, damit ein friedliches Zusammenleben ermöglicht wird.

Die „goldene Regel“, die in den fünf großen Weltreligionen gleichermaßen verankert ist, wurde vorgestellt. Alle Religionen und Kulturen kennen dieses Prinzip der Gegenseitigkeit. Es findet sich auch in der Form eines deutschen Sprichwortes und lautet dort: „Was du nicht willst, dass man dir tut, das füg auch keinem anderen zu.“ 

Die Brücke war symbolisch zu verstehen, darauf wurde bei der interreligiösen Feier hingewiesen:
Sie überwindet Distanzen zwischen Menschen, egal welcher Kultur, Hautfarbe und Religion. Die Menschen sind eingeladen, diese Brücken auch zu benutzten und sie werden benutzt, wenn sie erst einmal da sind. Brücken bringen uns näher und überwinden zwischenmenschliche Hindernisse. Es gilt der Aufruf an alle: „Bauen wir Brücken der Verständigung!“

Nach den Ansprachen von Frau Goclik, Gemeindereferentin der katholischen Kirche und Herrn Mertek, Vertreter des muslimischen Glaubens, wurde ein gemeinsames interreligiöses Gebet gesprochen:

Weiter auf dem Weg des Friedens – mit Mut und Vertrauen
Gelobt seist Du, EWIGER, König der Welt,
der Du uns – Menschen aus verschiedenen Religionen –
zusammenführst, um gemeinsam vor Dir zu stehen.

Wir danken Dir, dass Du uns immer wieder zeigst:
Das Gemeinsame ist wichtiger als das Trennende.
Wir erkennen unsere Verschiedenheit als Bereicherung.                                                                                                                

Wir danken Dir, dass wir einander Stärke, Schönheit
und Vielfältigkeit unserer Religionen vermitteln dürfen.

Wir danken Dir, dass Du uns immer wieder Kraft gibst,
wenn wir entmutigt sind.

Lob sei Dir, dem Gott der Welten,
dem Einen und Einzigen,
der uns weiter machen lässt
und uns Mut und Vertrauen schenkt – heute und allezeit.

Amen / Amin

Am Ende der interreligiösen Feierstunde wurde für eine freiwillige Spende für das Hammer Hospiz gebeten. Aus der Sammlung konnten ca. 200 Euro dem Hospiz in Hamm überwiesen werden.

Eine rundum gelungene Veranstaltung, die an unserer multikulturellen Schule einen festen Platz einnehmen sollte.

                                                                                                    BRU & PTZ

 

Die Feierstunde wurde durch Herrn Mertek, der als Vertreter des Islam anwesend war, in seiner Kolumne auf Islam-Aktuell beschrieben.




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