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Besuch in China von Michelle Sauer

Am 25. März 2015 flogen 5 Schülerinnen aus der Jahrgangsstufe 9 und 10 der Friedrich-Ebert-Realschule mit 10 weiteren Jugendlichen aus Hamm für einen interkulturellen Jugendaustausch 19 Tage in die Küstenmetropole Dalian, China.


Die Stadt liegt an der Nord-Ost-Küste Chinas nahe der Volksrepublik Korea. In der „Kleinstadt“ leben ungefähr 7 Millionen Menschen. Das Wetter ist dort ungefähr wie hier, da Deutschland und Dalian auf dem selben Breitengrad liegen. Vereinzelt gab es starken Regen, ansonsten war es recht sonnig. Aber aufgrund des dichten Smogs konnten wir manchmal nur etwa 5 bis 10 Meter weit sehen.
 
Unser Abenteuer begann mit einem 10-stündigen Flug von Frankfurt nach
Shanghai. Von dort aus flogen wir mit einem Inlandsflug ca. 2 Stunden nach Dalian. Als wir dort ankamen war es, aufgrund der 6 bzw. 7 Stunden (Sommer-/Winterzeit) Zeitverschiebung, erst Mittag. Somit hatten wir bis zum Abendessen Zeit, uns in dem kleinen aber gemütlichen Hotelzimmer von dem langen Flug zu erholen.

Am Abend wurden wir zu einem Restaurant gefahren. Dort gab es unter anderem Peking-Ente und Entenmagen, aber auch Dinge, die wir normalerweise in Europa essen, beispielsweise Reis mit Gemüse, Hähnchen oder Ähnliches.

In den nächsten Tagen war volles Programm geplant. Des Öfteren waren wir  bis spät Nachmittags unterwegs.
In den nächsten Tagen besuchten wir verschiedene Schulen (3 Middle Schools, 1 Universität, 1 Grundschule, 1 Krankenschwesterschule). Überall wurden wir herzlich in Empfang genommen und es wurden viele Fotos von und mit uns gemacht, da Deutsche in China recht selten sind. Die Schüler/innen in China erzählten uns von ihrem Schulalltag. Dabei erfuhren wir, dass sie dort morgens um 7 Uhr beginnen und die Schule erst gegen 17 Uhr endet. Verständigen mussten wir uns auf Englisch, was manchmal recht kompliziert war, da die Chinesen nicht so gut Englisch sprachen.

Zudem besuchten wir an zwei Tagen Museen, außerdem gingen wir in ein 4-D Kino und in die OceanWorld Dalian. Die OceanWorld wäre bei uns so etwas wie das SeaLife in Oberhausen. Einmal besuchten wir eine Karaokebar. Dort fuhren wir, aufgrund der Nachfrage in der Gruppe auch ein zweites Mal hin. Hier hatten wir unerwartet viel Spaß.

An einem Tag in der zweiten Woche besuchten wir unsere Partnerschule, die Dalian No. 79° Middle School. Etwa 3000 Schüler gehen auf diese Schule. Für die kommende Nacht war eine Übernachtung in einer chinesischen Familie geplant. Die Schüler/innen kamen nach Schulschluss mit ihren Eltern in den Meeting Room. Dort wurden wir den Eltern vorgestellt und anschließend mit den Familien zu deren Wohnung, Haus oder Villa gefahren. Wir Jugendliche waren als Gast bei den Familien sehr begehrt. Dies zeigte sich daran, dass zum Beispiel ein Jugendlicher zum Shoppen eingeladen wurde und ihm alles gekauft wurde, was er etwas länger angesehen hatte. Auch für die Nacht wurde gut vorgesorgt. So hatte eine Jugendliche in ihrem Zimmer als „Verpflegung für die Nacht“ 7 Tüten Chips, 7 Tüten getrocknete Algen, 3 Bananen, 1 Schale Erdbeeren, 2 Schälchen Erdnüsse, 2 Packungen Trüffel und andere uns unbekannten Snacks.
In einer anderen Schule brachte man uns TaiChi bei. Eine Sportart, bei der sehr viel Konzentration gefordert ist. Außerdem hatten wir ein paar Stunden Kalligraphie (Schönschreiben von chinesischen Schriftzeichen mit Pinsel und Tinte), PaperCut und Teezeremonien, bei denen teurer Tee mit einer bestimmten Technik extra für uns zubereitet wurde.

Etliche Stadtrundfahrten brachten uns das Land und die Menschen näher. Aber um alles sehen zu können, hätten wir noch viel mehr Zeit benötigt.
Um uns von dem ganzen Stress zu erholen, wurden wir auch zu einem Wellnesstag eingeladen. Hierfür fuhren wir zu den Hot Springs Dalian,  die etwa 1 ½ Stunden außerhalb vom Stadtzentrum liegen.

Die Jugendbegegnung nach China war ein voller Erfolg und sehr interessant. Wir haben viel Neues gelernt und nehmen viele schöne Erinnerungen mit. Es gibt so viel zu erzählen und es hat unglaublichen Spaß gemacht, auch wenn es manchmal richtig anstrengend und stressig war. Insgesamt eine war es jedoch eine tolle Erfahrung, die keiner von uns missen möchte!

 

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